Vernissage Ausstellung: Diva assoluta Maria Callas

Wann:
6. Juni 2024 um 19:00 – 22:30
2024-06-06T19:00:00+02:00
2024-06-06T22:30:00+02:00


© Sula Zimmerberger, Metamorphosis, Videostill, 2024

DIVA ASSOLUTA MARIA CALLAS

Vernissage: 06.06.2024  19.00 Uhr
Laufzeit: 07.06. – 11.08.2024

Öffnungszeiten:
Di – Sa 16.00 – 20.00 Uhr
So 14.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: 6,00 Euro / 4,00 Euro

Kuratoren Ausstellung: Augusta Laar und Stefan-Maria Mittendorf
Kuratiertes Rahmenprogramm: Andrea Kindt, Annette Hempfling und Stefan-Maria Mittendorf

Das Bild der Diva steht seit längerer Zeit im Mittelpunkt von gesellschaftlichen und sozialgeschichtlichen Diskursen, die sich mit den Existenzweisen sowie sozialen Rollenklischees der Diva und ihrem zelebrierten Tun befassen.

Als Diva verkörperte Maria Callas (1923 – 1977) die massenmediale Version eines mythischen Ideals. Bis heute gilt sie als größte Sopranistin aller Zeiten. Etymologisch geht der Begriff Diva auf die weibliche Form des lateinischen „divus“ (göttlich) zurück. Seit dem 18. Jahrhundert wurde der Begriff vornehmlich in Italien auf bedeutende Frauen der Bühne, meist Opernsängerinnen, angewandt. In Deutschland findet Diva für Künstlerinnen seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Verwendung. In den 1920er Jahren kam mit zunehmender Popularität des Kinos die Bezeichnung Filmdiva hinzu. So verkörperte Marlene Dietrich, deutsche Sängerin und Schauspielerin, als erste große Darstellerin sowohl die emanzipierte Frau als auch die Diva. Charakteristisch waren die rauchig-erotische Stimme, ihre langen Beine sowie die eleganten Hosenanzüge.

DIVA ASSOLUTA MARIA CALLAS

In der Ausstellung „DIVA ASSOLUTA MARIA CALLAS“ werden einerseits die Einzigartigkeit und das Selbstverständnis von Maria Callas, andererseits ihre künstlerische Praxis, die ihr zugedachten Rollen sowie die durch sie zelebrierte Attitüde nachgezeichnet. Aus ihrer bewegten Biografie werden Stationen sowie die thematischen Kategorien Aufstieg, Glanz und Fall ausgewählt, um die Ausstellung zu strukturieren. In der Rolle des mythischen Ideals antizipierte Maria Callas den Narzissmus unserer digitalen Moderne, in der jede/r eine Diva sein kann. Heute geben die sozialen Medien dem Einzelnen in seinem Streben nach gesellschaftlicher Beachtung eine willkommene Bühne. Im Kontext von Celebrity Culture werden auch Strategien medialer Darstellungen reflektiert. Herausragende Werke von KünstlerInnen der Künstlerhausvereinigung Wien und weiteren Gästen spüren ferner jene ikonischen Bilder der Diva Callas auf, die damals wie heute anhaltende Relevanz für die bildende Kunst haben.
Wieder setzen die Bühnen der Pasinger Fabrik das Thema „Diva“ in einen Kontext. In Filmen, Lesungen, Podiumsgesprächen und Konzerten zelebrieren wir das wundersame Wesen der Diva. Auch fragen wir uns, wie es wäre, selbst eine Diva zu sein. Schön, begehrenswert oder unnahbar – ganz, wie es unserem Publikum gefällt! Viva la Diva!

Wieder setzen die Bühnen der Pasinger Fabrik das Thema „Diva“ in einen Kontext. In Filmen, Lesungen, Podiumsgesprächen und Konzerten zelebrieren wir das wundersame Wesen der Diva. Auch fragen wir uns, wie es wäre, selbst eine Diva zu sein. Schön, begehrenswert oder unnahbar – ganz, wie es unserem Publikum gefällt! Instagram Hot Spots für Selfies in perfekter Ausleuchtung und vor unterschiedlichen Hintergründen warten auf unsere Gäste.
Viva la Diva!

CALLIOPE  – Tanzperformance zur Vernissage
Mit „Calliope“, dem neuen Tanztheaterstück des italienischen Choreographen Matteo Carvone zur Eröffnung der Ausstellung „DIVA“ tauchen wir ein in die Welt einer Ausnahmekünstlerin. Geboren aus Versatzstücken unserer Erinnerung entsteht die außergewöhnliche Maria Anna Cecilia Sofia Kalos, bekannt als Maria Callas in jenem Raum zwischen Bühne, Interpretation und Fantasie. Wer ist, – wer war die wahre Callas und wie hat sich die ‚Diva assoluta‘ in jenes gottgleiche Wesen verwandelt, das weit über seine öffentliche Berühmtheit hinausreicht?

Matteo Carvone

Matteo Carvone ist ein zeitgenössischer Tanzkünstler der global agierenden ‚Freien Szene‘ Münchens. Geboren 1985 in Triest, kam er 2012 nach München, um sich der Ballettkompanie am Staatstheater am Gärtnerplatz anzuschließen. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit prominenten Persönlichkeiten wie Alexander Ekman in Stockholm, Jo Strømgren Company in Oslo sowie Ismael Ivo, Marie Chouinard und Wayne McGregor zusammen. Im Rahmen seiner Partnerschaft mit dem Gasteig München entstanden Projekte wie „Faust-Sinfonie“, „FAUN“, „The Hover“ und „FLORA“. Carvones Arbeiten wurden bei der Biennale in Venedig präsentiert. Überdies kam es zu viel beachteten Kooperationen mit der Bayrischen sowie der Wiener Staatsoper und der Nikikai Foundation in Tokyo.

Die Ausstellung

Teilnehmende Künstler*innen:
Altman/Cengiz (DE), Dörthe Bäumer (DE), Kerstin Bennier (AT), Birthe Blauth (DE), Die 4 Grazien (AT), Ingrid Gaier (AT), Sabine Groschup (AT), Augusta Laar (DE/AT), Kalle Laar (DE/AT), Claudia Maria Luenig (AT), Katarina Matiasek (AT), Ursula Neugebauer (DE), Ly Nygen (DE), Karin Maria Pfeiffer (AT), Ruscha Voormann (DE), Christiane Spatt (AT), Gotlind Timmermanns (DE) und Sula Zimmerberger (AT)