Stummfilmkonzert live: METROPOLIS

Wann:
10. November 2024 um 16:00
2024-11-10T16:00:00+01:00
2024-11-10T16:15:00+01:00
Wo:
Wagenhalle
Preis:
18,- / 14,- / 8,- (Hinweis: Preis bei MünchenTicket zzgl. VVK- + Systemgebühr)

Stummfilmkonzert live: METROPOLIS

Nach dem Erfolg unseres Stummfilm-und-Live-Jazz-Events im vergangenen Jahr führen wir die Reihe mit KÜSPERT & KOLLEGEN jetzt fort – diesmal mit Fritz Langs bahnbrechendem Science-Fiction-Klassiker “Metropolis“!

“Jazz von heute für Filme von vorgestern”
Kleines Kammerensemble neben großer Leinwand: „Küspert & Kollegen“ greifen die Atmosphäre des klassischen Horror-Stummfilms ebenso auf wie von Slapstick und Melodram. Und richten sich an ein Publikum des Jahres 2024: „Unsere Musik klingt nicht wie traditionelle Stummfilm-Musik, sondern zeitgenössisch und unvorhersehbar“, sagt der Gitarrist und Komponist Werner Küspert.
„Küspert & Kollegen“ verlassen damit die eingetretenen Pfade der traditionellen Stummfilmbegleitung: mit Witz, großer Sensibilität, aber auch expressiver Wucht werden die Filme hinreißend neu interpretiert; so lassen die Musiker ein Gesamtbild entstehen, in dem Musik und Film verschmelzen.

„Küspert & Kollegen“ haben sich bereits durch die ganze Frühgeschichte der Kinokunst gearbeitet und sind weltweit unterwegs; in den letzten Jahren waren  „Küspert & Kollegen“ u.a. in Georgien, Ungarn, Malta, Schweden, Tunesien, Aserbaidschan, Algerien und der Türkei auf Tournee, (u.a. im Auftrag des Goethe Instituts, der Europäischen Union und des Auswärtigen Amts).
Zum Ensemble gehören Julian Fau am Schlagzeug, Henning Sieverts, der zu den bedeutendsten europäischen Kontrabassisten zählt, der Saxophonist und Klarinettist Hubert Winter und natürlich der Kopf und Komponist des Ensembles Werner Küspert an der Gitarre.

 

Küspert & Kollegen

 

Metropolis
D 1926
Regie Fritz Lang
Drehbuch Thea von Harbou
Produktion Universum Film AG (Ufa), Berlin
Kamera Karl Freund, Günther Rittau
Originalkomposition Gottfried Huppertz
Rekonstruktion und Leitung Frank Strobel
Darsteller Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich,
Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Theodor Loos

150 min, s/w

FSK ab 6

 

Synopsis
Die Bevölkerung der Stadt Metropolis lebt in einer strengen Zweiklassengesellschaft. Über der Erde spielt sich das Leben der Reichen und Privilegierten ab. In seinem „Neuen Turm Babel“ hat Joh Fredersen alle Fäden in der Hand und steuert das Herz des Systems: den unter der Erde liegenden Moloch aus Maschinen und ausgebeuteten Arbeitern. Fredersens Sohn Freder hinterfragt als einziger Privilegierter die herrschende Ungleichheit und macht sich auf in die Arbeiterstadt. Dort will er die engelsgleiche Maria finden, die den Arbeitern mit Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung macht. Sein eigener Vater jedoch setzt alles daran, Maria und die drohenden Aufstände aufzuhalten, und beauftragt den Erfinder Rotwang mit dem Bau eines Maschinenmenschen, der als Doppelgänger Marias die Arbeiter ins Verderben stürzen soll.

 

 

 

 

Hintergrund
Fritz Langs monumentaler Stummfilmklassiker gilt als der Prototyp des dystopischen Science-Fiction-Films und ist sowohl auf inhaltlicher als auch ästhetischer Ebene bis heute Vorbild für zahlreiche Genrefilme.

Diverse jüdische Filmschaffende trugen maßgeblich zu Erfolg und Reichweite des Films bei: Erich Pommer war einer der einflussreichsten Produzenten des Weimarer Kinos. Als Leiter der Decla-Bioskop AG und später Teil des Ufa-Vorstandes unterstanden ihm zeitweise die zwei größten deutschen Filmgesellschaften, die unzählige international erfolgreiche Filme verantworteten. Kameramann Karl Freund und Trickspezialist Eugen Schüfftan gehörten zu den kreativsten Köpfen der Zeit und zeichneten für die bildgewaltige Wirkung und die bahnbrechenden optischen Effekte von METROPOLIS verantwortlich. Freund emigrierte bereits 1929 freiwillig in die USA, Pommer und Schüfftan verloren 1933 aufgrund der NS-Politik der „Arisierung“ ihre Anstellungen und gingen ins Exil. Freund und Pommer prägten das amerikanische Kino nachhaltig.

 

 

Hubert Winter – Saxophon, Klarinette
Hubert Winter ist Professor für Jazzsaxophon an der Hochschule für Musik in Würzburg; Konzerte und Festivalauftritte führten in alle Welt. Sein Musikstudium absolvierte er am Hermann-Zilcher-Konservatorium, Würzburg, sowie an der New School for Social Research/Mannes Jazz Department, New York, wo er ein Jahr lang lebte und arbeitete. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. Bayerischen Kunstförderpreis.

Henning Sieverts – Kontrabass
Der Bassist, Cellist und Komponist Henning Sieverts (geboren 1966 in Berlin) gilt als einer der gefragtesten Jazzmusiker und Komponisten Europas. Konzerte und Tourneen führten ihn auf alle fünf Kontinente. Seine Diskographie umfasst über 150 Produktionen, darunter 19 als Bandleader.
Sieverts erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den ECHO JAZZ, den Neuen Deutschen Jazzpreis, den ersten Preis beim Jazz-Wettbewerb der „International Society of Bassists“ und den Staatlichen Förderpreis des Freistaats Bayern.

Julian Fau -Schlagzeug
Julian Fau studierte an der Musikhochschule Nürnberg (Dipl.-Abschluss 2009 „summa cum laude“) und am Conservatorium Van Amsterdam. Er ist dreimaliger Preisträger des „Bruno-Rother-Jazz-Wettbewerb“ Fürth, zudem erhielt er den Talentförderpreis der Stadt Fürth, den WDR-Nachwuchs-Jazzpreis und den „Neuen Deutschen Jazzpreis“

Werner Küspert – Gitarre, Konzeption/Komposition
Studium u.a. bei Harry Pepl und John Abercrombie. Werner Küspert ist Mitglied zahlreicher Jazz-Ensembles und nahm an Tourneen im In- und Ausland teil. Theater-, Studio- und Konzertauftritte gehören ebenso zu seinem Tätigkeitsfeld wie das Unterrichten. Er leitet Projekte für Film- und Fernsehproduktionen und verfasst Live-Programme wie z.B. „Lyrik und Jazz“

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.

 

Küspert & Kollegen

 

Stummfilm live
So. 10.11.2024
16 Uhr
Wagenhalle

Dauer: 150 Minuten

Eintritt: 18,- €
Ermäßigt: 14,- €
Kinder bis 14 Jahre: 8,- €

Karten für die Veranstaltungen der Pasinger Fabrik GmbH sind an der Kasse der Pasinger Fabrik, bei allen an MünchenTicket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, sowie als Print-at-home-Tickets und in der muenchen-App erhältlich.
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Bitte beachten Sie, dass beim Kauf von Tickets an externen Vorverkaufsstellen und im MünchenTicket-Webshop zusätzlich Gebühren anfallen können.