Internationales Figurentheaterfestival 2026
Internationales Figurentheaterfestival 2026
Wunder.
30 Jahre Internationales Figurentheaterfestival in München
– ein Grund zum Feiern und ein vielseitiges Programm für alle: In der Pasinger Fabrik präsentieren Künstler:innen ihre neuesten Stücke – vorwiegend für Kinder und Familien. Das Publikum darf sich freuen auf spannendes, lustiges, abenteuerliches und auch nachdenkliches Theater. Darüber hinaus laden Werkstätten und Ateliers alle Kinder ein, selbst aktiv zu werden, Puppen, Figuren oder Objekte zu bauen und auf die Bühne zu bringen.
In Zusammenarbeit mit dem FigurenTheaterForum München, Stadtmuseum, der Gesellschaft zur Förderung des Puppenspiels e.V. und der Schauburg – Theater für junges Publikum der Landeshauptstadt München Nähere Informationen unter www.figurentheater-gfp.de – bitte ausführliches Programm anfordern.
Die Theaterwerkstatt ist kostenlos.
Preis Theater: 6,– (K), 10,– (E)
Alter: Theateraufführungen je nach Stück,
Theaterwerkstatt: ab 6 | Info + Anmeldung, auch für Schulen, Horte, Kindergärten: Tel. 8 88 88 06, kjwpasing@kulturundspielraum.de oder online über unsere Website
Mi–Sa, 21.–31.10., 15–18 Uhr, Sa, 14–18 Uhr
Heidi

Mi., 21.10 / 10.30 Uhr und 15 Uhr
Heidi, wie man sie noch nie gesehen hat: mit Tannenrauschen und Alpenglühn, Almöhis und Großmüttern, falschen Tanten und bösen Gouvernanten, und Geißen, Geißen – ganz vielen Geißen. Und natürlich mit dem Geißenpeter! Es geht in die Berge, in die Stadt, auf die Alm und nach Bad Ragaz. Bei einer Gratwanderung über unwegsames Gelände wird es aufregend und lustig, rührselig und spannend, ernst – und natürlich sehr schön.
Monika Els, Judith Compes und Sabine Dahlhaus sind zusammen das mobile Kinder- und Jugendtheater kirschkern Compes & Co. Mit ungezügelter Spiellust erwecken sie große Geschichten und kleine Figuren zum Leben. Bei der Entwicklung ihrer Stücke gehen sie meist von Gedichten, Romanen, Tierbeschreibungen, eigenen Texten, Fach- und Sachbüchern aus. Dabei arbeiten sie mit Regisseur*innen, Ausstatter*innen, Musiker*innen und anderen Künstler*innen aus der freien Theaterszene zusammen.
Mit: Sabine Dahlhaus und Monika Els | Regie, Bühne und Kostüm: Marcel Weinand | Stückfassung und Dramaturgie: Judith Compes | Trailer: Jobst von Berg | kirschkerncompes-co.de
Ding Dong
Do., 22.10 / 10.30 Uhr und 15 Uhr
Sie wohnen Tür an Tür. Die Eine schon immer, der Andere zieht gerade ein. Sie kennen sich nicht. Aber heute werden sie sich mal so richtig kennenlernen. Ding Dong!
In der multimedialen Inszenierung „Ding Dong“ laden United Puppets in ein „gläsernes Mietshaus“ ein, wo das Publikum Mäuschen spielt bei einer amüsanten Kollision zweier Nachbar*innen, wenn die Fetzen fliegen, Türen knallen und am Ende die Wogen geglättet werden. Eine turbulente und warmherzige Fabel über die Komik im Streit und die entwaffnende Kraft des Humors.
Melanie Sowa und Mario Hohmann gründeten 2006 in Berlin die United Puppets als freie Theatergruppe, die im Spannungsfeld zwischen Schauspiel, Puppenspiel und visuellem Theater arbeitet. Die Gruppe realisiert mit wechselnden Akteur*innen der Freien Szene Inszenierungen für Erwachsene und Kinder. Ein Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit Formen und Sprachen der Bildenden Kunst, die für die Bühne adaptiert werden. 2020 schufen sie mit dem United Online Theater zu Beginn der Corona-Pandemie die erste live-bespielte und interaktive Online-Theater-Plattform für Kinder im deutschsprachigen Raum. United Puppets erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Kinder- und Jugendtheaterpreis der INTHEGA sowie den Berliner Kinder- und Jugendtheaterpreis IKARUS.
Spiel: Melanie Sowa und Philipp Michael Börner | Regie/Video/Bühne: Mario Hohmann | Musik: Vredeber Albrecht | Puppen und Ausstattung: puppenbau-berlin.de | Dramaturgie: Lara Wentz | united-puppets.de
Wolf trifft Nager
Gustavs Schwestern (Schweiz)
Gesundheitskrisen und eine ungewöhnliche Freundschaft
Fr., 23.10 / 10.30 Uhr und 15 Uhr
In einer Arztpraxis treffen ein alternder Wolf und ein hypochondrischer Hase aufeinander. Eigentlich sollte der Wolf den Hasen sofort hinunterschlingen, aber er hat Magenprobleme und fühlt sich seit längerem nicht richtig fit: Er kann nicht mehr so schnell rennen wie früher, hat graue Haare im Fell und sieht und hört immer schlechter. Der Hase kennt sich hingegen mit Krankheiten aus. Denn angeblich hat er jede schon mal gehabt. Als der Wolf den Arzt nach dessen Diagnose „Sie werden alt“ im Affekt auffrisst, einigen sich Hase und Wolf auf einen folgenschweren Deal: Der Nager wird versuchen, den Wolf zu heilen. Der Wolf verspricht dafür, ihn (wenigstens vorläufig) nicht zu fressen. Doch nach und nach wandelt sich die Zweckgemeinschaft in gegenseitige Sympathie und Zuneigung. Aber können ein Wolf und ein Hase wirklich Freunde werden?
Theater Gustavs Schwestern – Sibylle Grüter und Jacqueline Surer – bringen seit 2005 Figurentheater für Kinder und Erwachsene auf die Bühne. Mit ihren Produktionen sind sie in Theatern in der Schweiz und auf Festivals im Ausland zu Gast. „Wolf trifft Nager“, inspiriert von Josephine Marks preisgekröntem Comic „Trip mit Tropf“ (Kibitz Verlag), ist ein Stück über das Älterwerden, den Umgang mit Krankheit und eine unerwartete Freundschaft zwischen den Generationen.
Spiel: Sibylle Grüter und Jacqueline Surer | Regie: Sebastian Ryser | Dramaturgie: Dominic Busch | Musik: Roland Bucher | Figuren und Ausstattung: Sibylle Grüter | Bühne: Peter Affentranger | Mitarbeit Schattentheater: Hansueli Trüeb | Illustrationen: Lisa Walder | gustavsschwestern.ch
Ich sehe was, was du nicht fühlst
Theater Zitadelle Puppet Company (Berlin)
Sa., 24.10 / 15 Uhr
Ein Tag voller Gefühle, Experimente und mindestens einer wichtigen Erkenntnis
Wilma weiß, wie das ist, wenn man vor lauter Wut nicht mehr denken kann. Oma kann ihre Wut auch nicht zügeln und weil sie Wilma nicht erschrecken will, steckt sie sie in eine Tasche. Zusammen mit den anderen Gefühlen. Dort verkümmern sie. Wilma findet es in Ordnung, dass Oma nicht mehr bei jedem Film weint, aber leider freut sie sich auch nicht mehr und Omas schallendes Lachen fehlt ihr sehr. Also füttern sie gemeinsam die Gefühle wieder groß.
Die Protagonist*innen des Theater Zitadelle sind beim Wunder.-Festival gut bekannt. Nach „Neeweißnich und Rosenrot“ und „Der Yak“, „Einmal Schneewittchen bitte“ und „Bei Vollmond spricht man nicht“ geht es diesmal um verlorengegangene oder verwahrloste Gefühle -die wollen ja auch gepflegt werden. Theater Zitadelle lädt auf überraschenden Gedankenkurven und mit enormer Situationskomik zum Nachdenken ein: Wie steht’s um den eigenen Gefühlshaushalt?
Spiel: Regina Wagner | Regie und Ausstattung: Eva und Paul Schmidtchen (Compagnie Les Voisins) | Puppen: Eva Schmidtchen, Mechtild Nienaber | Musik: Stefan Frischbutter | Technik: Ralf Wagner | theater-zitadelle.de
Rotz und Wasser
Lehmann und Wenzel + Ulrike Kley (Leipzig, Berlin)
Mi., 28.10 / 10.30 Uhr und 15 Uhr
Ein Stück über die Kostbarkeit jeder einzelnen Träne
Zwei Clowninnen entlocken sich gegenseitig ihre wertvollen Tränen. Je nach Tränenart braucht es dafür besondere Maßnahmen. Die Freudenträne hüpft vor Glück, die Liebesträne schmeckt nach einem Kuss und die Abschiedsträne kullert warm und dick übers Gesicht. Wer sich traut, weint heute auch eine Angstträne. Die kommt dann in einen besonderen Behälter, nicht dass sich noch jemand erschreckt.
Dann hat das Krokodil seinen Auftritt. Aber das weint ja nicht echt, oder?
Mit viel Wasser und einer Prise Salz begeben sich die Figurenspielerinnen Ulrike Kley und Samira Wenzel auf die Suche nach der Kostbarkeit in jeder geweinten Träne. Sind Trauertränen schwerer als andere? Wohin fließen die Tränen, die sich nicht zeigen dürfen? Ist es überhaupt zu schaffen, alle 5 Millionen Tränen, die wir im Leben weinen, in einem Theaterstück unterzubringen?
Vorsicht, es wird auch mal gespritzt!
Samira Wenzel und Stefan Wenzel studierten Figurentheater an der Musikhochschule Stuttgart. 2012 gründeten sie das Figurentheaterduo „Lehmann und Wenzel“, mit dem sie laufend auch international gastieren. Ihre lokale Basis ist der Westflügel Leipzig, wo ihr ständiger künstlerischer und menschlicher Austausch stattfindet. 2025 waren sie gemeinsam mit Ulrike Kley Preisträger der Kinderkulturbörse.
Ulrike Kley ist seit ihrem Diplomabschluss 2008 als Puppenspielerin, Figurenspielerin und Regisseurin tätig und arbeitet an freien Stückentwicklungen, die sich mit persönlichen Krisen, Wünschen und Hoffnungen auseinandersetzen. In ihren Inszenierungen arbeitet sie gerne aus Perspektive der Dinge um deren unorthodoxe Sprache und Geheimisse ans Licht zu bringen.
Spiel, Musik, Ausstattung: Ulrike Kley, Samira Wenzel | Dramaturgie: Markus Posse | Regie: Stefan Wenzel | Produktion: Figurentheater Lehmann und Wenzel + Ulrike Kley | lehmannundwenzel.de
Coeur de Patate
Jeanne Guillou / TOF Théâtre (Belgien)
Do., 29.10 / 10.30 Uhr, 15 Uhr und 18 Uhr
Eine Kartoffel, Hunger und Freundschaft
Eine junge hungrige Landstreicherin lässt sich von einem verspielten und neugierigen kleinen Etwas verzaubern. Wird sie die Kartoffel essen, oder nicht?
Das Publikum wird Zeuge des Augenblicks, in dem eine Frau im Müll eine alte Kartoffel findet, die sich am Leben festzuhalten scheint. Die Kartoffel und die Landstreicherin kommen sich sanft näher.
Jeanne Guillou ist seit jeher von Geschichten fasziniert und experimentiert mit verschiedenen Formen des Erzählens. Sie studierte Animationsfilm, Performance, Illustration und Bildhauerei, lernte das Clown-Spiel bei UpCircus und absolvierte den Masterstudiengang Marionettenkunst an der Kunsthochschule in Mons. Dort entstand „Cœur de Patate“. Jeanne Guillous Mantel wird zum Bühnenbild, ihre Hand zu einem eigenständigen Wesen, das mit der Kartoffel wundersam kommuniziert.
Die belgische Theatergruppe TOF Théâtre wurde 1987 in Brüssel von Alain Moreau gegründete. Seitdem bringt TOF Théâtre Zuschauer*innen jeden Alters die Kunst des zeitgenössischen Puppentheaters näher. Dabei verschmelzen Theater, Musik, Marionetten und Straßenkunst
Von und mit: Jeanne Guillou | Künstlerische Beratung: Natacha Belova, Héloïse Marsal, Nicolas Laine, Samuel Villanueva und Alain Moreau | toftheatre.be
Circus Symbiosis
Kolja Huneck und Luuk Brantjes (Deutschland, Niederlande)
Fr., 30.10. / 10.30 Uhr, 15 Uhr
Sa., 31.10. / 15 Uhr
Zwei Zirkuskünstler im Kuppelzelt
In einem kleinen Kuppelzelt verschmelzen Objekttheater, Zauberkunst und Akrobatik. Schallplatten tanzen auf Kolja Hunecks Nase und fliegen in Mustern durch die Luft, während Luuk Brantjes die Schwerkraft hinter sich lässt und in der Kuppel wie ein Insekt herumspaziert. In diesem Kokon geschehen die unwahrscheinlichsten Dinge. Eine Stunde, in der man aus dem AAAHHH und OHHHHHH nicht herauskommt!
Kolja Huneck (München) und Luuk Brantjes (Rotterdam) lernten sich während ihres Studiums an der Zirkusschule Codarts Circus Arts in Rotterdam kennen. 2022 schlossen sie sich zusammen, um ein performatives Konzept zu entwickeln, bei dem zwei künstlerische Handschriften miteinander verschmelzen und sich als symbiotische Einheit verstärken. Ihre Aufführungen finden in einem mobilen Domzelt statt, mit dem sie auch auf Tournee gehen.
Kreation/Performance: Luuk Brantjes & Kolja Huneck | Künstlerische Beratung: Benjamin Richter, Júlia Campistany | Komposition/Sound Design: F. S. Blumm | Bühnenbau/Technische Beratung: Arjen Schoneveld | Technik: Jef Delva, Ramona Lehnert | Kostüm: Amrei Simon | Fotografie/Grafikdesign: Lily Schlinker | Teaser/Trailer: Fidel Rott | Produktion und Tourmanagement: ehrliche arbeit – freies kulturbüro / Leoni Grützmacher | symbiosis-circus.com