Hertzflimmern – das Singer-Songwriter-Festival

Wann:
21. Februar 2024 – 25. Februar 2024 ganztägig
2024-02-21T00:00:00+01:00
2024-02-26T00:00:00+01:00
Wo:
Pasinger Fabrik

Festival
21.2. – 25.2.2024

Hertzflimmern 2024
Das Singer-Songwriter-Festival

Eine Gitarre, eine Stimme, ein Mikrofon – manchmal braucht es nicht mehr für Gänsehaut-Feeling. Die richtige Zeile im richtigen Moment – und man wischt sich verstohlen eine Träne aus dem Auge. Oder ein unerwarteter Reim überrascht einen so, dass man lauthals loslacht. Denn wenn einen der Song packt, dann ist alles möglich!

Höchste Zeit also, dem Song Respekt zu zollen und ihm ein eigenes Festival zu widmen! Deswegen hat die Pasinger Fabrik letztes Jahr HERTZFLIMMERN ins Leben gerufen: Ein Festival, das an fünf Tagen Singer, Songwriter und Liedermacher*innen einlädt, die Bühnen in Besitz zu nehmen und einfach nur eins zu tun – für uns zu singen.

Die musikalischen Grenzen sind dabei der bunten Vielfalt wegen nicht eng gesteckt: Ob klassische Gitarre, Klavier oder kleine Band, ob komisch oder ernst , ob hochdramatisch oder relaxt groovend – alles ist erlaubt, nichts muss!

Wir freuen uns auf fünf Tage Akkordarbeit in der Pasinger Fabrik – und hoffen, Sie sind mit dabei, wenn auch in diesem Februar dieses ganz besondere Her(t)z wieder flimmert!

Hier gibt’s den Festival-Flyer als PDF!

Mi. 21.2.
20 Uhr
Wagenhalle

Eintritt: 26,- €
Ermäßigt: 22,- €
T I C K E T S

Eröffnungsabend
Brustmann Schäfer Horn

Letztes Jahr feierten Brustmann Schäfer Horn mit einer Handvoll Songs bei unserem ersten HERTZFLIMMERN ihre offizielle Band-Premiere. Inzwischen ist mehr als eine weitere Handvoll dazugekommen – ein ganzer Abend dunklen Musikzaubers. Wir freuen uns sehr, dass die drei Herren damit dieses Jahr unser Festival eröffnen.

Sebastian Horn, Sänger und Texter bei den Bands „Dreiviertelblut“ und „Bananafishbones“, bog mit 16 Jahren in den Rock ab, Josef Brustmann, hochdekorierter Wort- und Musikkabarettist, kommt von der Klassik und der Volksmusik, Benni Schäfer, mit 15 noch Punker, dann leidenschaftlicher Jazzer, ist heute ein höchst gefragter Bassist – und diese drei ganz verschiedenen musikalischen Biographien bringen all ihre Erfahrung und all ihr Können in einem brandneuen Projekt zusammen: Ein Drei-Männer-Gesang – mächtig und schön – zu Zither, Gitarre und Bass! Oder wie die drei es beschreiben: „Wir singen eigene neue Lieder, die uns unser Leben schreibt, und wir singen auch alte bayrische Volkslieder, weil die genial schön sind – ein unschätzbares und schwer unterschätztes Erbgut. Wenn Volksmusik in Medien stattfindet, wird sie auf das Unterhaltsame reduziert. Dabei hat sie oft auch etwas sehr Geheimnisvolles, Magisches, Abgrundtiefes, Erotisches. Und diese ganze Bandbreite wollen wir haben, die ganze Schönheit und urwüchsige Kraft, die da drinsteckt, aufzeigen.“

 

 

 

 

 

MUSS LEIDER ENTFALLEN
Do. 22.2.
19.30 Uhr
Kleine Bühne

Eintritt: 22,- €
Ermäßigt: 18,- €
T I C K E T S

Lieder von hier und aus Fernost

Ein ganz besonderer Beitrag zu unserem Festival ist dieser Konzertabend! Denn er geht der spannenden Frage nach: Wie hätte unser Hertzflimmern-Festival eigentlich geklungen, wenn es vor weit mehr als hundert Jahren stattgefunden hätte?

Das „Lied“ hat sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als spezifisch deutsches Genre international etabliert. Der Erfolg des deutschen Kunstliedes zeigt sich neben der Aufführung der Werke auch im Einfluss der deutschen Meister auf die Komponisten im Ausland. Gerade in Ostasien hatte das deutsche Lied eine starke Resonanz und prägte z.B. Taki Rentaro, der heute als „Schubert von Japan“ bezeichnet wird. Auch viele koreanische Komponisten wurden von der deutschen Liedkunst beeinflusst. Hierzulande werden diese Werke aus Fernost jedoch kaum aufgeführt und sind eher unbekannt.
Die lyrische Sopranistin Mio Nakamune und der  Bariton Dongwon Seo präsentieren ein Programm, das eine eindrucksvolle Auswahl dieser Kompositionen vorstellt und auch mit den deutschen Meistern in Verbindung bringt. Abgerundet wird das Programm mit Arien und Duetten der italienischen Oper. Dabei werden die beiden am Klavier begleitet von Minjung Shinim.

 

 

Do. 22.2.
20 Uhr
Wagenhalle

Eintritt: 28,- €
Ermäßigt: 24,- €
T I C K E T S

Nessi Tausendschön
„30 Jahre Zenit“

An diesem Abend sprengt unser Festival seine Grenzen – schließlich bringt Nessi Tausendschön über ihre Liedermacher*innen- Kunst hinaus noch so viel mehr mit auf die Bühne! Sie selbst nennt es „skurrilpoetisches Musiktheaterkabarettvarieté mit akrobatischen Einlagen“ – wir nennen es einfach „großartig“.

Foto-Copyright: Carsten Bockermann

Seit 30 Jahren ist Nessi Tausendschön nicht von der Bühne zu bomben. 30 Jahre geschmeidige Groß- und Kleinkunst, Verblüffungstanz, melancholische Zerknirschungslyrik, mondän kultiviertes Schabrackentum und schöne Musik. Wenn Nessi die Brüche des Lebens zelebriert, dann verwischen sich die Grenzen zwischen innerer, erinnerter seelischer Realität und äußerer leibhaftiger Gegenwart, zwischen Öffentlichkeit und Privatem, ja Intimem und kein Auge bleibt trocken. Kurz gesagt: Nessi hat als Kabarettistin eine Zunge wie eine Reitpeitsche, als Sängerin aber eine Stimme wie ein Engel. Eine wunderbare Kombination.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass 30 Jahre Bühnen-Dasein an Frau Tausendschön aber auch nicht spurlos vorüber gegangen sind: Sie ist Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises und des Salzburger Stiers. Diese Auszeichnungen mögen stellvertretend für die zahlreichen anderen Ehrungen stehen, mit der die Kulturindustrie das kabarettistische Naturereignis Nessi Tausendschön gewürdigt hat.

Gitarre, Banjo, Slide, Drums: Will Mackenzie

 

 

Fr. 23.2.
19.30 Uhr
Kleine Bühne

Eintritt: 22,- €
Ermäßigt: 18,- €
T I C K E T S

„Das macht mein athletischer Körperbau“
Hommage an Ulrich Roski

Am 4. März wäre Ulrich Roski 80 Jahre geworden – das Hertzflimmern widmet dem Liedermacher, der in den 70ern und 80ern zu den absoluten Stars der Szene gehörte und 2003 viel zu früh verstarb, zu diesem Jubiläum einen eigenen Abend.In seinen  Liedern beschrieb Ulrich Roski mit einer Mischung aus lakonischem Humor und Wortwitz die Tücken des Alltags und schaffte es damit bis an die Spitze der deutschen Charts und in elitäre Konzertsäle wie die Berliner Philharmonie. Weil ihm aber der unmittelbare Kontakt zum Publikum über alles ging, kehrte er schließlich auf die Kleinkunstbühnen der Republik zurück.

 

In liebevollem Rückblick bestreiten seine ehemaligen Weggefährten Stefan Noelle und Manfred Maurenbrecher einen Abend mit Liedern und Erinnerungen, zusammen mit dem Perkussionisten David Tröscher und Sandra Roski, die ihrem Vater seit vielen Jahren mit Hommage-Abenden in Berlin ein ehrendes Andenken erhält.

 

 

Fr. 23.2.
20 Uhr
Wagenhalle

Eintritt: 26,- €
Ausverkauft

Gisbert zu Knyphausen – solo

Manchmal träumt man als Festivalmacher auch mal groß. Dann träumt man davon, Gisbert zu Knyphausen für sein Festival gewinnen zu können. Unser Gefühl ist daher: Dieser Abend wird traumhaft.

Spätestens seit seinem zweiten Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ aus dem Jahr 2010 gehört der Berliner Sänger und Gitarrist Gisbert zu Knyphausen zur ersten Garde der deutschsprachigen Songschreiber. Man sagt, seine Texte seinen meist melancholisch.

Foto-Copyright: Christoph Eisenmenger

Doch immer ist da auch ein Hoffnungsschimmer, ein Glaube an das Gute und sehr viel Liebe und Zuneigung für die oftmals hadernden Figuren in seinen Geschichten.

Nach Reisen nach Russland, Albanien, Frankreich oder, auf Einladung des Goethe-Instituts, in den Iran erschien dann 2017 das lang erwartete Album „Das Licht dieser Welt“, für das zu Knyphausen mit neuer Band fast zwei volle Jahre unterwegs war.

2021 wagte zu Knyphausen einen Abstecher in die Klassik. Zusammen mit dem Duisburger Pianisten Kai Schumacher holte er auf „Lass irre Hunde heulen“ Schubert-Lieder in die Gegenwart und bespielte damit Häuser wie die Elbphilharmonie Hamburg. Im Rahmen des Hertzflimmern-Festivals beschenkt uns Gisbert zu Knyphausen mit einem Solo-Abend.

 

 

Sa. 24.2.
19.30 Uhr
Kleine Bühne

Eintritt: 22,- €
Ermäßigt: 18,- €
T I C K E T S

Flinte – Malonda – Celina Bostic

Berliner Beats im wilden Westen Münchens! Wir haben drei Acts aus der Hauptstadt eingeladen, die für die urbane Variante des aktuellen Songwriter-Genres stehen: queer, antirassistisch, kantig-zart. Personal lyrics, universal message!

Flinte klingen ein bisschen wie „Die fabelhafte Welt der Amelie“ in einem Deutschpoeten-Universum, aber mit Zigaretten und Bier. Poetischer Deutschpop mit kantig-zarten Texten und einem liebevollen Sounddesign, das Bilder im Kopf macht.
Alexa singt und schreibt Texte. David spielt Gitarre und komponiert. Während Alexa eine polyamouröse Beziehung mit Soul, Rap und Rio Reiser führt, schreddert sich David mit Hardcore und Metal über die Bühnen Europas. Beide haben Lust neue Wege zu gehen.

Malonda ist eine der vielseitigsten und haltungsstärksten Künstlerinnen der aktuellen Musikszene. Die Sängerin, Songwriterin und ‚Elektrik-Diva‘ brennt neben der Musik für antirassistische und queer-feministische Themen. Indem sie über Geschlechterrollen, Sex und Diversität singt und spricht, machte sich Malonda als politische Künstlerin einen Namen.
Mit der Anmut einer Hildegard Knef und der Wucht einer Grace Jones zelebriert Malonda auf der Bühne – und man kann weder wegschauen noch -hören.

Celina Bostic hat längst einen festen Platz in der deutschen Musikszene. Die Berliner Singer-Songwriterin war Teil des Farin Urlaub Racing Teams, Backgroundsängerin von Max Herre, Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer oder Arrangeurin für Nena und Samy Deluxe. Heute tritt sie selbstbewusst ins Rampenlicht – ihr Song „Nie wieder leise“ ist die Hymne der deutschen Black-Lives-Matter-Bewegung und gleichzeitig Credo ihrer Musik. Celina transportiert ihre Themen mit Leichtigkeit und ohne erhobenen Zeigefinger, oft mit Humor und Wortwitz und kreiert somit für Fans und Wahlfamilie einen musikalischen Safer-Space, in dem sich alle gesehen und gehört fühlen können.

 

 

Sa. 24.2.
20 Uhr
Wagenhalle

Eintritt: 26,- €
Ermäßigt: 22,- €
T I C K E T S

Tom Liwa & Leuchtturmband

1985 gründete Tom Liwa die Band  Flowerpornoes – und gleichzeitig einen so eigenen, persönlichen Songwriter-Stil, dass es einem neben dem Verstand gern auch mal das Herz raubte. Zwischendurch war er sowohl solo als auch mit anderen Bands unterwegs, aber unser Herz gehört ihm noch heute.

Mit seinem letzten Solo-Album feierte er einen besonderen Erfolg: „Eine andere Zeit“ wurde im deutschen ROLLING STONE Album des Jahres 2022– als erstes deutschsprachiges Album überhaupt in der 28-jährigen Geschichte des Magazins. „Eine andere Zeit“ erzählt aus angenommen weiblicher Perspektive sprachgewaltig und berührend von Protagonist*innen an Schlüsselmomenten ihrer Identitätsfindung.

Einige wenige Solokonzerte, u.a. in der ehrwürdigen Elbphilharmonie, waren zunächst die einzige Gelegenheit, die Lieder von „Eine andere Zeit“ live zu erleben. Nun aber ist Tom mit erweiterter Leuchtturmband unterwegs und spielt auch auf unserem Hertzflimmern-Festival. Dabei gibt es neben dem Erfolgsalbum natürlich auch Evergreens aus seinem umfangreichen Backkatalog – und auch schon wieder neues Material!

Neben Angela Gobelin am Bass, Björn Ehlen an diversen Gitarren, Lars Plogschties an Schlagzeug und Stefan Saint Hörlitz am Vibrafon wird Tom in München außerdem von Luise Volkmann am Saxofon unterstützt, ihres Zeichens Shooting-Star der neuen deutschen Jazz- und Impro-Szene.

Vieles spricht für einen legendären Abend!

 

So. 25.2.
19:30 Uhr
Kleine Bühne

Eintritt: 22,- €
Ermäßigt: 18,- €
T I C K E T S

Christin Henkel

Zum Festival-Abschluss präsentieren wir mit Christin Henkel nochmal eine ganz besondere Variante des Liedermachens – verführerisch, melodieselig und sehr, sehr schwarzhumorig.

Foto-Copyright: Emanuel Klempa

Sie schreibt Songs über verwirrte „Infaulenzer*innen“, die Aperolisierung der Welt und die Frage, die Münchner*innen am meisten beschäftigt: Muss ich bei der Wohnungssuche über Leichen gehen? Dabei beherrscht sie alle Gefühle von außergewöhnlich komisch über gemein bis tiefbewegend. Und das spielend…
Seit zehn Jahren tourt die Liedermacherin mit dem tiefschwarzen Humor schon quer durchs Land, war in zahlreichen Kabarettsendungen zu Gast, schrieb nebenbei Orchester-, Film- und Theatermusik, veröffentlichte drei Alben sowie mehrere Bücher.
2019 wurde sie mit dem Förderpreis für junge Liedermacher*innen der Hanns-Seidl-Stiftung und 2020 mit dem Sonderpreis der Münchner Philharmoniker ausgezeichnet. 2023 war sie für den deutschen Musikautor*innenpreis nominiert.

„Heiter und lieblich kommen ihre Songs über Karriere, das Erwachsenwerden, Heimatgefühle und Großstadtliebe daher – bis die erste bitterböse Liedzeile erklingt. Auf sehr amüsante Art und Weise bringt Christin in ihren Liedern auf den Punkt, worum sich der Alltag einer ganzen Generation wohlstandsverwöhnter Mittdreißiger dreht.“ (www.kulturfluesterin.com)

»Sie ist die Märchenfee, die gern nachtritt. Christin Henkel sieht aus wie eine Prinzessin, aber wenn sie am Klavier ihre Songs singt, weiß man irgendwie: Es wird wehtun, wenn‘s auch noch so schön klingt.« (MDR Kultur)

SPECIAL GUEST: FRANK HENKEL (Gitarre)

 

So. 25.2.
20 Uhr
Wagenhalle

Eintritt: 23,- €
Ermäßigt: 19,- €
T I C K E T S

Hertzflimmern International
Babkin – Ernst – Séférian

Unsere Idee im letzten Jahr, zum Ende des Festivals über unseren Tellerrand hinauszuhören, hat zu so einem bezaubernden Abend geführt, dass wir sofort wussten: Das machen wir wieder so! Deswegen laden wir Sie auch heute zu einer kleinen musikalischen Weltreise ein – die uns bis nach Brasilien führt!

Sergij Babkin, eine bedeutende Figur in der ukrainischen Musikszene, wird auf dem Hertzflimmern-Festival sein neues akustisches Programm präsentieren. Durch seine Zeit im legendären Duo 5’nizza erlangte er einen kultähnlichen Status und bleibt eine gefeierte Persönlichkeit in der ukrainischen Musikwelt. Seine Lieder haben sich in die Herzen der Menschen eingeprägt und sind zu einem festen Bestandteil der modernen ukrainischen Musik geworden.
Für dieses Programm hat Babkin neue englischsprachige Stücke geschrieben, die im Sommer und Herbst 2023 entstanden sind. Darüber hinaus enthält es akustische Versionen bereits bekannter Lieder. Die Zusammenarbeit mit Eugen Bazijan, einem ukrainischen Jazzcellisten und Komponisten, war entscheidend für dieses Projekt, wie bereits bei der Produktion der EP „Dali my sami“, bei der er als Arrangeur und Produzent fungierte.
Die Bühne des Festivals wird von einer ungewöhnlichen Formation belebt, begleitet von sechs Musikern, darunter ein Streichquartett, ein Trompeter und ein Percussionist. Die Arrangements dieses Programms stammen von Eugen Bazijan. Die Premiere dieses besonderen Programms wird am 25. Februar auf dem Hertzflimmern-Festival zu erleben sein und verspricht ein einzigartiges musikalisches Erlebnis für das Publikum.

Die Berliner Wahl-Brasilianerin Nina Ernst hat nach unzähligen Bossa Nova-Tourneen im Tropenland endlich eine neue CD mit eigenen deutschen Chansons aufgenommen, arrangiert von dem aus München stammenden international renommierten Pianisten Tino Derado an ihrer Seite. Aus dem bisher noch unveröffentlichten Album „Dunkles Licht“ wird in deutscher Uraufführung eine Mischung aus tiefsinnig-melancholischer, aber auch humorvoller Poesie zum Besten gegeben. Und selbst wenn das Licht noch so dunkel zu sein scheint, blitzen doch immer wieder ein paar brasilianische Sonnenstrahlen hervor.

Jean-Claude Séférian studierte zunächst klassische Musik. Nach dem Tod seines Idols Georges Brassens wandte er sich dem Singen französischer Chansons zu. Nach solistischen Anfängen und verschiedenen Formationen fand er in seiner Frau, der Pianistin Christiane Rieger-Séférian, die ideale Begleiterin.
Neben der eigenständigen Interpretation von Klassikern des Genres ist Jean-Claude Séférian ein besonders in Frankreich geschätzter Komponist und Interpret eigener Chansons.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Charles Aznavour präsentiert das Duo Séférian im Rahmen des Hertzflimmern-Festivals eine kleine Hommage an den großen Chansonnier. Auch wenn Jean-Claude Séférians Stimme immer wieder mit dem Timbre von Aznavour verglichen wird, geht es Séférian nicht darum, sein Kindheitsidol zu imitieren. Dazu ist er zu sehr eigenständiger Künstler, der jeder Interpretation immer einen persönlichen Stempel aufdrückt.