PINK – Eine Ausstellung über die Bedeutung der Farbe in Kunst und Alltag

„Pink matters“, gerade in Zeiten wie diese! Was die Farbe Pink bedeutet und über unsere Gesellschaft und Welt aussagt, das ist Thema der Ausstellung.
Mit dem Verkauf der ersten Barbiepuppe im Jahr 1959 in einer pinkfarbenen Verpackung wurde Pink zur „Mädchenfarbe“ und zum Klischee. Berühmt sind auch der „Pink Panther“, eine Trickfilm-Figur der 1970er Jahre sowie die Sängerin Pink.
Was wissen wir aber über Pink? Pink ist eine künstliche Farbe, eine Mischung aus Rot mit etwas Blau und Weiß. Mit ein wenig Cyan wird aus Pink Violett und so zum Zeichen für friedensbewegte, queere oder religiöse Menschen. Ohne Pink wird Violett schließlich zu Blau und man assoziiert – um den Farbkreis zu schließen – die „Jungenfarbe“.
In der Geschichte der Kunst haben Pink sowie das verwandte Rosa wechselnde Bedeutungen. Pink ist in Porträts von Adligen und Regenten wahrzunehmen. Bis zum Rokoko steht Pink für Männlichkeit. Mit der Französische Revolution ändert sich die Bedeutung der Farbe. Der Mann verzichtet auf farbige Kleidung und bevorzugt Schwarz. Damit grenzt er sich von den Eskapaden des Adels ab. Frauen vereinnahmen nun die Farbe. In Westeuropa fungiert Pink nicht selten als Klischee für die Repräsentanz von Weiblichkeit. Im Kampf für Gleichberechtigung transportiert die Farbe gleichwohl Empowerment und fordert dazu auf Interessen eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten.
Die Ausstellung PINK untersucht die symbolischen Bedeutungen der Farbe in der zeitgenössischen Kunst sowie deren gesellschaftliche Vereinnahmung. Für das queere Kunstduo „Eva & Adele“ ist die Farbe Politik. Die beiden haben rasierte Köpfe, treten in rosa- oder pinkfarbener Kleidung auf, identifizieren sich als genderqueer und überwinden binäre Geschlechterrollen. Nicht minder für die Bedeutung von Pink sind kulturelle Prägung, persönliche Vorlieben sowie Alteritätserfahrungen aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder des Glaubens. So speisen sich die gezeigten Kunstwerke aus Lebensentwürfen, subjektiver Welterfahrung, kulturellen Quellen sowie politischen Haltungen. Auch Vorstellungen über die Ausweitung des Bildrepertoires auf die Popkultur sowie unseren Alltag sind anzutreffen.

Stefan-Maria Mittendorf M.A.
Kunsthistoriker/Kurator für zeitgenössische Kunst

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