NIQ Exchange: REN/NER treffen auf Svetlana Marinchenko
UNITED BY JAZZ - Was Kunst und Jazz verbindet
REN/NER
Zwei Brüder, ein musikalischer Atem: Mit „REN/NER“ stehen Moritz und Valentin Renner an diesem Abend für ein außergewöhnlich tiefes Zusammenspiel, das aus jahrelanger Vertrautheit gewachsen ist. Ihr musikalischer Dialog ist geprägt von blindem Vertrauen, feinem Gespür füreinander und einer gemeinsamen Sprache, die ohne Worte auskommt. Ohne Harmonie-Instrument öffnen sich Räume, die die Brüder intuitiv füllen – mal mit großer Freiheit, mal mit präziser Klarheit.
In ihrem Spiel wird hörbar, wie eng sie miteinander verbunden sind: Motive werden aufgenommen, weitergeführt, gespiegelt und transformiert, als entstammten sie einem gemeinsamen inneren Klangraum. Die Gewinner des Biberacher Jazzpreis 2024 und BMW Young Artist Jazz Award freuen sich an diesem Abend auf ein Blind-Date der besonderen Art!
Die russische Jazz-Pianistin Svetlana Marinchenko begann erst mit 17 Jahren ihre musikalische Ausbildung und wurde drei Jahre später am Mussorgsky College of Music aufgenommen, wo sie bei Andrey Kondakov studierte. Dort gründete sie ihre eigene Combo „Svetamuzika“. Sie konzertierte auf internationalen Jazzfestivals und in europäischen Clubs. 2015 erschien ihr Debütalbum „Present Simple“. Marinchenko ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, u. a. des Steinway Jazz Förderpreises und des Kurt Maas Jazz Award.
Der jüngere „Sound of Munich“ hat sich organisiert im Kollektiv NIQ, einer Jazz-Gemeinschaft. Das musikalische Begegnungsformat nennt sich „NIQ Exchange“ und stellt das speziell entwickelte Konzert-Format an diesem Abend vor.
Im Anschluss an das Konzert Talk mit den MusikerInnen und Ralf Dombrowski.
Moritz Renner (Posaune), Valentin Renner (Schlagzeug) und Svetlana Marinchenko (Piano)
Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnittten.

United by Jazz
Die Konzertreihe
Ein verheißungsvoller Titel. Unity, Einheit, Einswerden; Verbindung durch die musikalische Spielart, der die freiheitlichste aller Gesinnungen nachgesagt wird: dem Jazz! Für die meisten Hörer, Liebhaber, Spielende von Jazz und improvisierender Musik heißt das: Das Unvorhersehbare einladen. Kontrolle loslassen bei großer Wachheit, überraschende musikalische Geschichten zulassen. Klingt fast therapeutisch, zumindest äußerst tauglich als Handwerk in Sachen Lebenshilfe. Und das ist es auch. Jazz an sich will die Begegnung, will die kreative Freiheit jenseits von sozialen Hemmungen. Und er will den Fluss, den Spielfluss. Dass dies eine enorme Anziehungskraft für andere künstlerische Disziplinen hat, verständlich. Diese Wechselwirkungen thematisiert die Ausstellung UNITED BY JAZZ. Gemäß diesem thematischen Spannungsfeld werden sich in drei Jazz-Monaten von April bis Juli auf den Konzertbühnen der Pasinger Fabrik Künstler und Künstlerinnen begegnen, um in arrangiertem Rahmen überraschende Geschichten zu erzählen und interdisziplinäre Erfahrungen zu ermöglichen.