Die Geschichte von Münchens Kleinstem Opernhaus in der Pasinger Fabrik ist eine mittlerweile seit Jahrzehnten fortdauernde Erfolgsstory. Die Anfänge waren 1997 mit Gioacchino Rossinis „Die Italienerin in Algier“ noch eher bescheiden, an der Idee aber hat sich seitdem nichts geändert: Oper, das ist hier mitreißendes, unmittelbares und höchst intensives Musiktheater. Man nimmt entspannt an Bistrotischen Platz statt sich in beengte Stuhlreihen zu zwängen, man lässt sich bewirten – eine Lockerheit, die sich immer auch auf das Spiel des Ensembles und des Orchesters überträgt: Hier steht ganz eindeutig der Spaß im Vordergrund! Doch das heißt keinesfalls, dass Abstriche an der Qualität gemacht werden müssten. Alle Opern werden in einer eigens für Münchens Kleinstes Opernhaus erstellten Fassung in deutscher Sprache gespielt. Ein völlig neu erstelltes Arrangement ist der Garant dafür, dass die klassischen Meisterwerke auch in reduzierter Form im – vergleichsweise – kleinen Raum nichts von ihrer Durchschlagskraft und Genialität verlieren.
Die Vorstellungen finden traditionell in der Wagenhalle statt, dem größten Theatersaal der Pasinger Fabrik mit einem Fassungsvermögen von – je nach Bühnenform und Bestuhlung – 150 bis 200 Personen. Im Sommer aber zieht Münchens Kleinstes Opernhaus für eine kurze Aufführungsserie in den Innenhof von Schloss Blutenburg. Die hervorragende Akustik des romantischen Hofs ermöglicht es, auch unter freiem Himmel auf eine elektrische Verstärkung der Musik zu verzichten.
Rückschau
Sommerspielzeit vom 11. Juli bis 18. August 2024
Wagenhalle in der Pasinger Fabrik und Open Air im Innenhof von Schloss Blutenburg
Wiederaufnahme Winterspielzeit vom 12. Dezember 2024 bis 26. Januar 2025
Wagenhalle in der Pasinger Fabrik

Franz von Suppè schuf mit seiner 1865 in Berlin uraufgeführten Operette Die schöne Galathée das deutschsprachige Pendant zu Jacques Offenbachs Die schöne Helena, die nur ein halbes Jahr zuvor 1864 in Paris uraufgeführt worden war. Beide Werke sind Parodien eines antiken Themas. Ist Suppès Werk auch weniger bekannt, so ist die Musik doch nicht weniger eingängig. Die Ouvertüre wird sicher nicht nur Neujahrskonzertfans vertraut vorkommen… Und die Geschichte vom Bildhauer Pygmalion, der sich die perfekte Statue meißelt, diese von der Liebesgöttin zum Leben erwecken lässt und schließlich an ihren Ansprüchen verzweifelt, ist überaus amüsant. Auch reichlich aktuell, denn lässt sich der perfekte Mensch wirklich kreieren?
Mit einer kompletten Textneufassung samt humorigen Dialogen und einem Arrangement für achtköpfiges Orchester, angereichert mit passender Musik des Komponisten und seiner Zeitgenossen, kreierten Marcus Everding und Andreas P. Heinzmann ein perfektes Werk für das vielfältige Publikum von Münchens kleinstem Opernhaus. Zwei Schauspielrollen ergänzen die vier Sängerinnen und Sänger. Claudia Weinhart versetzte die Geschichte in ein Atelier-Loft mit reizenden Technikeffekten und schließt mit ihren Kostümen den Kreis zur schönen Helena.
Neufassung und Inszenierung: Marcus Everding
Musikalische Leitung: Andreas P. Heinzmann
Arrangement: Andreas P. Heinzmann, Jörg-Oliver Werner
Bühne und Kostüme: Claudia Weinhart
Empfohlen ab 14 Jahren, Dauer ca. 150 Minuten inkl. Pause
STIMMEN AUS PUBLIKUM…
Umwerfend gut!
Witzig, toller Text, tolle Stimmen, tolle Musiker!
Es war sehr kurzweilig und bezaubernd. Vielen Dank!
… UND PRESSE
Witz und Kompaktheit sind die Zauberworte für einen intimen Opern- und Operettenabend [in Münchens kleinstem Opernhaus].
Abendzeitung, 11. Juli 2024
Gelacht wird viel, geklatscht auch. Vor allem die Ensemble-Szenen tun es dem Publikum an, weil sich hier rasante Akteure gegenseitig zu musikalischem Wirbel inspirieren. Das ist geistreich, unterhaltsam, leicht. Sonst nichts? Sonst nichts. Doch was wäre schwerer zu bewerkstelligen als Leichtigkeit? Hier ist es geglückt.
Süddeutsche Zeitung, 17. Juli 2024
Die Pasinger Fabrik im Zeichen der Antike
Beitrag von münchen.tv auf YouTube (bitte anklicken)
Kulturleben auf Bayern 2
Beitrag Bayern 2 vom 14. August 2024 (bitte anklicken)
INHALT
Zypern, 31 v. Chr. Der angesagte Bildhauer Pygmalion steckt in einer Krise. Er will nichts mehr schaffen als die Skulptur der perfekten Frau. Sein Diener Ganymed, bürgerlich Alexis Papadopulos, versinkt in Verzweiflung – das Geschäft ist am Boden. Da erscheint die frisch zur Liebesgöttin erkorene Venus, römische Nachfolgerin Aphrodites. Von ihr erfleht Pygmalion göttliche Eingebung. Die erhält er auch und aus einem Marmorblock entsteht die Nymphe Galathée. Weil die Göttin ihren großzügigen Freitag hat, erweckt sie die steinerne Galathée zum Leben.
Da hat aber keiner mit der Nymphe gerechnet. Perfekt ist Ansichtssache, jedenfalls im Leben. Alles dreht sich um die Schöne Galathée – darunter auch der gierig lüsterne Kunsthändler Midas und der Boulevard-Journalist Lukian. Es wird gesungen und gespielt, dass es eine Art hat: Arien, Duette, Terzette, Quartette und als orgiastischer Höhepunkt ein Sextett. Alles wird durcheinander gewirbelt, die Figuren verzweifeln, die Zuschauer lachen. Die bitter süße Moral: Eine perfekte Frau lässt sich nicht backen. Und den Göttern sei Dank: So war das nur in der Antike.
ENSEMBLE
Galathée, lebendige Statue, Nymphe, Sopran: Anna Krikheli, Sophie-Magdalena Reuter
Pygmalion, berühmter Bildhauer, Tenor: Luca Festner, Bálint Szabó Veress
Ganymed, sein Angestellter, alias Alexis Papadopulos, Mezzosopran: Maria Helgath, Carolin Ritter
Midas, reicher Kunsthändler, Bariton: Philipp Gaiser, Bernd Gebhardt
Venus, römische Göttin der Liebe: Magdalena Jura
Lukian, Herausgeber einer Zeitschrift, Reporter: Tamino Rötzer
Alexa: Maria Magdalena Rabl
Die jeweilige Besetzung zu den einzelnen Vorstellungen finden Sie hier vor der Beginn der Spielzeit.
Maske: Sabine Tanriyiöver
Licht: Jo Hübner
Bühnenbau: Christian Kern
Gewandmeisterin: Christel Gebhardt
Korrepetition: Andreas P. Heinzmann, Myunghwa Wiede
Produktionsleitung: Sophie Debuch, Lili König
Fotografien: Annette Hempfling
Grafik: Kunst oder Reklame
ORCHESTER
Violine: Julia Mangold, Regine Noßke, Katrin Wollenweber, Maria Andersohn
Viola: Andreas Höricht, Julia Ruge, Veronika Stross
Violoncello: Thomas Wollenweber, Anikò Zeke, Elizabeta Crnojević
Kontrabass: Herbert Seibl, Diliana Tchervenkova
Flöte: Christiane Steffens, Jörg-Oliver Werner
Oboe: Moeko Hayakawa, Hideki Machida
Horn: Aleksandar Crnojević, Carlos Duque, Tomas Topolski
Schlagzeug: Alexander Herrmann, Wieland Schreiber, Stanimir Andreev
Dirigent: Andreas P. Heinzmann
Gastdirigent: Carlos Domínguez-Nieto
Spielzeit: 22. Juni bis 15. August 2023
Wagenhalle in der Pasinger Fabrik und Open Air in der Blutenburg
ORPHEUS Wiederaufnahme
Spielzeit: 15. Dezember 2023 bis 14. Januar 2024
Wagenhalle in der Pasinger Fabrik
Inspiriert von drei Meilensteinen der Musikgeschichte – Monteverdis L’Orfeo, Glucks Orfeo ed Euridice und Offenbachs Orphée aux enfers – verwirklichten der musikalische Leiter und Ideengeber Andreas P. Heinzmann, Regisseurin Melanie Renz und Texter Paul Wiborny mit deren Verbindung in einem Stück eine Neuinterpretation der Orpheus-Sage. Vom 15.12. bis 14.1. ist das Musikdrama wieder in der Wagenhaller der Pasinger Fabrik zu erleben. Acht Sänger:innen und Orchester zeigen die Geschichte in der „neuen, sehr stimmigen und poetischen Deutung des Mythos“ (SZ). Tief ist die Liebe der Protagonisten, eingebettet in skurrile Episoden und witzige Dialoge in der Götterwelt. Das Bühnenbild von Claudia Weinhart und die Kostüme von Johannes Geitl spiegeln die Universalität des Stoffes und sorgen für ästhetische Extravaganz. So wird der neue Orpheus in seiner Umarmung von drei Jahrhunderten Operngeschichte zum Sinnbild für das ganze Opernhaus: Seit 25 Jahren Oper für alle Gefühle.
PRODUKTION
Oper in deutscher Sprache
Musik von Claudio Monteverdi, Christoph Willibald Gluck und Jacques Offenbach
Idee und Musikalische Leitung: Andreas P. Heinzmann
Text: Paul Wiborny
Regie: Melanie Renz
Arrangement: Andreas P. Heinzmann, Jörg-Oliver Werner
Geeignet ab 14 Jahren
Dauer: ca. 2:45 Stunden inkl. Pause
HANDLUNG
Orpheus und Eurydike sind in großer Liebe verbunden, doch am Tag ihrer Hochzeit verstirbt die Braut. Orpheus fühlt sich vom Schicksal betrogen, hadert mit den Göttern und fasst den Entschluss, in die Unterwelt zu gehen, um seine Liebe zurückzugewinnen. Die betörende Schönheit seines Gesangs hilft ihm, alle Hindernisse auf dem Weg zu überwinden, und er erlangt schließlich Einlass in die Unterwelt.
Dort ist jüngst auch Jupiter, der Gott der Götter eingetroffen. Er ist entsetzt, zu welch trostlosem Ort sein Bruder Pluto den Hades gemacht hat. Eilig wird ein großes Fest ausgerufen. Musik und Tanz mögen den einstigen Glanz zurückbringen. Im Rausch des Festes nimmt niemand mehr Notiz von Orpheus. Selbst Eurydike schenkt ihm keine Aufmerksamkeit. Sie kann sich an ihr Leben vor dem Tod nicht erinnern. Orpheus ist am Boden zerstört. Doch Amor höchstpersönlich nimmt sich seiner an und weist ihm einen Weg: unter einer Bedingung kann Orpheus ihre gemeinsame Liebe retten…
ENSEMBLE
Orpheus: Andreas Agler, Niklas Mallmann, Ansgar Theis (nur Sommer)
Eurydike: Elif Aytekin, Sophie Reuter
Amor: Maria Margarethe Brunauer, Carolin Ritter
Jupiter: Lemuel Cuento, Markus Herzog (nur Sommer)
Pluto: Andreas Agler, Stefan Kastner
Charon: Philipp Gaiser, Georg Lickleder, Stefan Fürst (nur Sommer)
Persephone: Angela Ahiskal, Karolina Plicková
Bacchus: Philipp Gaiser, Bernd Gebhardt
Zehnköpfiges Orchester
Bühnenbild: Claudia Weinhart
Kostümbild: Johannes Geitl
Gewandmeisterin: Christel Gebhardt
Maske: Sabine Tanriyiöver
Licht: Jo Hübner
Video-Animationen: Leo Fraas
Bühnenbau: Christian Kern
Korrepetition: Katja Sarkisova
Produktionsleitung: Sophie Debuch, Katalin Teuffenbach und Sarah Wildenblanck
Fotografien: Fotografie Pokorny
Grafik: Kunst oder Reklame
Publikumsstimmen aus dem Sommer
„Eine großartige Aufführung. Ein einzigartiges Sängerfest!!“
„große Verneigung“
„Meine erste Oper. Ich hab geweint. Danke.“
„I’m impressed what a small company can do!“
„was für eine großartige Oper, ich bin begeistert“
„Welch wunderbarer Abschluss unseres Opernjahres. 3x Salzburg 1x Pasing. Ihr macht einen glücklich!“
„Eine sehr geglückte ‚Zusammenführung‘! Ein Juwel!!!“
„Wir haben gelacht und geweint – danke für den wunderbaren Abend!“
und aus dem Winter
„Umwerfende Spielfreude, tolle Stimmen, sensationelles Kleinst-Orchester!“
„Immer wieder ein Glanzstück.“
„Es ist so wichtig, dass es einen solchen Ort gibt. Eine wunderbare kluge Inszenierung.“
„Danke – so lange kann man nicht klatschen, wie wir für diese Aufführung danken möchten. Gerade auch für die Philosophie, aber auch für das Vergnügliche.“
„Mit wenig so viel zu zaubern … und ein Augen- und Ohrenschmaus“
Pressestimmen aus dem Sommer
„Die Macher dieses Orpheus-Projektes, Regisseurin Melanie Renz, Librettist Paul Wiborny und der Musikdirektor und Arrangeur Heinzmann, haben weder das Musiktheater von Claudio Monteverdi noch die Reformoper von Christoph Willibald Gluck oder die Pariser Operette von Jacques Offenbach gewählt – sondern gleich alle drei.
[Das] erweist sich … als intelligente und sinnhafte Kombination, weil die einzelnen Werke nicht etwa zusammengerührt werden. Stattdessen wird die Hochzeit von Orpheus und Eurydike mit Monteverdis Musik erzählt, die Höllenfahrt mit der Dramatik des Opernreformers Gluck, und die Zustände in der Unterwelt, in der die Götter in den hübsch pompösen Kostümen von Johannes Geitl herumlungern, satirisch mit Offenbach.“
(Abendzeitung, 25.6.2023)
„So endet das Pasinger „Orpheus“-Pasticcio mit einer neuen, sehr stimmigen und poetischen Deutung des Mythos, in der die Frau endlich einmal selbstbestimmt ihr Schicksal in die Hand nimmt.“
(Süddeutsche Zeitung, 27.6.2023)
und aus dem Winter
„Ein Baum, drei Planeten, zehn souveräne Musiker und Musikerinnen, acht sehr geschmeidige Sänger und Sängerinnen und ein leichtfüßig eleganter Dirigent: Mehr braucht es nicht, um ein gut abgehangenes Operndestillat zu brauen, das fragt, ob Kunst und Liebe stärker sind als der Tod.“
„Umso mehr freut man sich über gut zweieinhalb kurzweilige, hochprofessionelle Stunden, nach denen man das göttliche Regelwerk kennt: nicht hinschauen, nicht fragen, einfach machen.“
(Münchner Feuilleton, Januar 2024)
Spielzeit: 15.12.2022-7.1.2023
Wagenhalle in der Pasinger Fabrik

„Eine sehr schöne und kreative Inszenierung!“
„Augenweide, Ohrenschmauß!“
„einfach zauberhaft!!!“
„Sehr, sehr schön war es!“
„Bezaubernd & wunderbar, auch in dieser Taschenversion!“
„Wir kommen wieder!“
PRODUKTION
Hänsel und Gretel
Märchenoper in 3 Bildern, Musik von Engelbert Humperdinck
Eine Koproduktion mit dem Freien Landestheater Bayern
Geeignet für Kinder ab 6 Jahren
Dauer: ca. 120 Minuten, Pause nach 50 Minuten
ENSEMBLE
Konzept und musikalische Neufassung von Rudolf Maier-Kleeblatt
Dialoge ins Bairische übertragen von Max Mühlbauer
Regie: Melanie Renz
Musikalische Leitung: Andreas Pascal Heinzmann
Arrangement Jörg-Oliver Werner
Peter, Besenbinder (Bariton): Philipp Gaiser
Gertrud, seine Frau (Mezzosopran): Maria Margarethe Brunauer
Hänsel (Mezzosopran): Carolin Ritter
Gretel (Sopran): Alessia Broch, Yvonne Steiner
Sand- und Taumännchen (Sopran): Yvonne Steiner, Sophie-Magdalena Reuter
Knusperhexe (Tenor): Stefan Kastner
Tänzerinnen: Elodie Lavoignat und Anja Straubhaar
Engel: Antonia Babek, Mila Bosbach, Aurora Robles Asanagić, Helene Sattler, Matilda Schünke
Das Bühnenbild wurde nach einer Idee von Claudia Weinhart gemäß den räumlichen Gegebenheiten der Pasinger Fabrik gestaltet.
Kostümbild: Anne Hebbeker
Maske: Sabine Tanriyiöver
Choreographie: Elodie Lavoignat und Anja Straubhaar
Licht: Wieland Müller-Haslinger, Jo Hübner
Korrepetition: Katja Sarkisova
Gewandmeister: Für die Pasinger Fabrik wurden einzelne Kostüme von Christel Gebhardt angefertigt.
Produktionsleitung: Sophie Debuch und Sarah Wildenblanck
Fotografien: Fotografie Pokorny
Grafik: Sophia Winter
Fassung für Kammerorchester und Harfe

