Das weiße Dorf – Zwei Männer. Ein Schiff. Ein Wiedersehen.

Zwei Personen in weißen Hüten und heller Kleidung stehen bis zur Brust im Wasser eines Beckens und blicken ernst in die Kamera.

von Teresa Dopler

Was bleibt von einer gemeinsamen Vergangenheit, wenn Nähe verschwunden ist?

In Das weiße Dorf treffen zwei Menschen aufeinander, die sich einst vertraut waren und sich nun vorsichtig, tastend, beinahe fremd gegenüberstehen. Zwischen ihnen liegen geteilte Erinnerungen, unausgesprochene Konflikte und die Frage, ob Begegnung noch möglich ist – oder nur Wiederholung. Sie bewegen sich zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen dem, was war, und dem, was hätte sein können.

Teresa Doplers Gesprächsstück seziert die fragile Dynamik menschlicher Beziehungen und macht Erinnerung zum Schauplatz der Auseinandersetzung. Sprache wird dabei ebenso Mittel der Annäherung wie des Scheiterns.

Nach ihrer gemeinsamen Arbeit am Pathos – Latexstudien I–III, einer seriellen Inszenierung zur Arbeiterschaft, setzt das künstlerische Team seine Zusammenarbeit fort:
Malin Kraus (Regie), Jenny von Reiche (Dramaturgie) und Felix Loeffelholz von Colberg (Bühne/Kostüm) entwickeln mit Das weiße Dorf eine konzentrierte, atmosphärische Inszenierung über Nähe, Verlust und die Zumutungen des Erinnerns.

Mit Leon Brugger und Michael Schröder

©Mona-Shatry

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