Kurzfilmtag 2024 – Motto Banden bilden
KURZFILMTAG 2024
Kurzfilme in der WG-Küche, Kurzfilme auf einer Waldlichtung, Kurzfilme auf dem Weihnachtsmarkt: Einmal im Jahr, am 21. Dezember, verwandeln sich landauf, landab die unterschiedlichsten Orte in temporäre Kinos. Dort, aber auch in vielen echten Kinos bestimmt dann das kurze Format den Spielplan. Über 25.000 Zuschauer*innen machen sich am kürzesten Tag des Jahres zwischen Husum und Konstanz auf den Weg, um auf professioneller oder improvisierter Leinwand in kurzfilmische Welten einzutauchen. Daneben locken am 21. Dezember auch Fernsehen und Internet mit kurzen Streifen aller Couleur. Öffentliche Einrichtungen, Vereine, Unternehmen, Privatpersonen und natürlich Kinos sind dabei, wenn ein breites Publikum den Kurzfilm in all seinen Facetten feiert: als Einstieg in die Filmwelt für den Nachwuchs, als Kabinettstück gestandener Filmemacher*innen, als Spielwiese für Experimentierfreudige. Gleichzeitig wird mit dem KURZFILMTAG auf die hohe Kreativität und Produktivität der deutschen Kurzfilmszene aufmerksam gemacht.
Fokus 2024: Banden bilden
Frauenbanden in München, queere Banden im Nordosten Kolumbiens, Mädchenbanden in Deutschland, familiäre Banden in der Türkei, reale und fiktive Banden – die Filmstadt München zeigt am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, in der Pasinger Fabrik ein internationales Kurzfilmprogramm zum diesjährigen Motto „Banden bilden“.
Zu sehen werden sein META (Deutschland 2022) von Antje Heyn, ein Animationsfilm über das Getrenntsein und Einswerden, und CHEERS TO THE END (AÇ KARNINA ÇIKMAYALIM) (Türkei 2023) von Yiğit Hepsev über eine Familie, die zum Essen zusammenkommt – oder um vor dem Weltuntergang zu fliehen? Kurz vor dem Untergang stand auch Lillemor’s in der Münchner Maxvorstadt im Jahr 2023. Leila Keitas und Hanna Hockers Dokumentarfilm AUßER MÄNNER HATTEN WIR NICHTS ZU VERLIEREN beleuchtet die Geschichte des ersten Frauenbuchladen Deutschlands, in dessen Räumen seit letztem Jahr der queerfeministische Buchladen glitch bookstore eine Heimat gefunden hat. Im kolumbianischen Kurzspielfilm BLUMEN AUS EINEM ANDEREN GARTEN (FLORES DEL OTRO PATIO) (2022) von Jorge Cadena sprengt eine Bande glamouröser Queer-Aktivist*innen die Pressekonferenz eines multinationalen Bergbaukonzerns. Die Sprengkraft der Gemeinschaft wird auch in der Dokufiktion AÏCHA (Deutschland 2020) von Laura Bleck und Faraz Shariat deutlich: Aïchas Name wurde falsch geschrieben; die Elfjährige beschließt, herauszufinden, was sie dagegen tun kann. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie anderen Mädchen, die ihren Mut unterstützen.
In einer Gesellschaft, in der Spaltung und Intoleranz zunehmen, brauchen wir Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Der Kurzfilmtag lädt dazu ein, intensive Gemeinschaftsmomente zu erleben und Verbindungen einzugehen: mit den Kurzfilmen und mit den Mitmenschen vor der Leinwand. Der Kurzfilmtag wurde 2011 ins Leben gerufen und hat sich inzwischen zu einem international bedeutsamen Kulturereignis entwickelt, mehr als 20 Länder nehmen teil. Schirmherrin der deutschen Ausgabe ist Kulturstaatsministerin Claudia Roth.
Kurzfilmprogramm:
META
Deutschland 2022 | Regie: Antje Heyn | 03:40 Min. | Sprache: ohne Dialog | Animationsfilm | FSK 0
beigesteuert vom Kurzfilmfestival Bunter Hund

CHEERS TO THE END (AÇ KARNINA ÇIKMAYALIM)
Türkei 2023 | Regie: Yiğit Hepsev | 15 Min. | Sprache: Türkisch mit englischen Untertiteln | Spielfilm | FSK 18
beigesteuert von den Türkischen Filmtagen München

AUßER MÄNNER HATTEN WIR NICHTS ZU VERLIEREN
Deutschland 2023 | Regie: Leila Keita und Hanna Hocker | 30 Min. | Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln | Dokumentarfilm | FSK 18
beigesteuert von Bimovie – Eine Frauenfilmreihe und von QFFM | Queer Film Festival München

BLUMEN AUS EINEM ANDEREN GARTEN (FLORES DEL OTRO PATIO)
Schweiz, Kolumbien 2022 | Regie: Jorge Cadena | 15 Min. | Sprache: Spanisch mit deutschen Untertiteln | Spielfilm | FSK 12
beigesteuert von LAFITA – Lateinamerikanische Filmtage München und von QFFM | Queer Film Festival München

AÏCHA
Deutschland 2022 | Regie: Laura Bleck, Faraz Shariat | 22 Min. | Sprache: Deutsch und Französisch mit deutschen Untertiteln | Dokumentarfilm | FSK 0, empfohlen ab 10 Jahren
beigesteuert von judoks – Dokumentarfilm für junges Publikum

KURZFILMTAG
Sa. 21.12
20 Uhr
Kleine Bühne
Eintritt: 10,-€
Ermäßigt: 8,-€

